Güls ist ein Stadtteil von Koblenz und wurde 1970 eingemeindet. Bis zur Stadtmitte von Koblenz sind es etwa 8 km. Er liegt auf der linken Moselseite. Die Mosel legt von Koblenz-Güls bis zu ihrer Mündung in den Rhein am Deutschen Eck in Koblenz eine Strecke von 6 km zurück. Obwohl Güls schon fast mit der Stadt Koblenz zusammengewachsen ist, hat es von seinem romantischen Weindorfcharakter nichts verloren. Dies erkennt man auch an den gut erhaltenen Fachwerkbauten. Die heimischen Moselweine werden repräsentiert durch die Blüten- und Weinkönigin mit ihren Prinzessinnen. Die Gülser Weinlagen heißen "Bienengarten", "Marienberg", "Königsfels" und "Röttgen". Sie gehören zur Großlage "Weinhex", zu der auch die Weinlagen der Moselorte Burgen, Hatzenport, Brodenbach, Löf, Alken, Kattenes, Oberfell, Lehmen, Niederfell, Kobern-Gondorf, Dieblich, Winningen und Koblenz-Lay gehören. Güls hat auch einen eigenen Bahnhof.
Güls existierte schon vor der Römerzeit. In den Weinbergen fand man einen Steinhammer aus der Steinzeit. Die Römer hinterließen unter anderem Mauerreste, Badekanäle und Steinsärge. Die Moselfurt benutzten sie für ihre Truppenbewegungen. Im 5. Jahrhundert gab es in Güls bereits eine christliche Gemeinde. Eine Kapelle entstand Mitte des 8. Jahrhunderts. Früher noch "Gulisa" genannt, gelangte Güls 775 durch ein Schenkung Kaiser Karls des Großen in den Besitz des Klosters Hersfeld. Ab 1046 besaß die Abtei Siegburg die Grundherrschaft und die Gerichtshoheit über den Ort, nachdem Erzbischof Anno II. von Köln ihn als Stiftsgut der Abtei geschenkt hatte. Ab 1131 gehörte Güls vorübergehend zum Servatiusstift in Maastricht, bevor er erneut an die Abtei Siegburg gelangte. Im 19. Jahrhundert wurde bei Güls eine Eisenbahnbrücke zum Überqueren der Mosel erbaut. Bis zu Beginn der 90er Jahre gab es auch noch eine Autofähre.